Mögen Engelschöre Dir singen…


In fast allen Religionen und Kulturen gibt es die Vorstellung, dass nach dem Tod noch etwas von dem bleibt, was die verstorbene Person ausgemacht hat. In unserem Sprachgebrauch nennen wir es „Seele“. Ebenso verbreitet sind damit verbundene Gebete und Rituale, die diese Seele - was auch immer darunter verstanden wird - darin unterstützen, ihren Weg in ein „Jenseits“ zu finden, das friedvoll ist. Selbst wenn die Seele gar keiner Unterstützung bedarf, so helfen diese Rituale den Zurückbleibenden in besonderer Weise dabei, die verstorbene Person zu verabschieden.


Im Abendland gab es keltische und germanische Traditionen, die die Seele geleiteten. Wir würden sie heute als „schamanisch“ bezeichnen. Die christlichen Kirchen haben teilweise diese alten Traditionen übernommen, christianisiert und ergänzt. Die Kirchen „geleiten“ die Verstorbenen durch Gebet, Trauerfeier und Totenmesse. Andere tröstliche und würdevolle Traditionen, wie Aufbahrung und Totenwache, die im letzten Jahrhundert in Europa teilweise in Vergessenheit geraten sind, erfahren eine neue Wertschätzung.


Im Rahmen einer Abschiednahme am offenen Sarg, einer Aufbahrung oder einer Totenwache, kann auch allein oder mit anderen gemeinsam ein bewusstes „Geleit“ der Seele stattfinden. Ein solches „Seelengeleit“ dient nicht nur der verstorbenen Person, sondern ist auch für die Zurückbleibenden ein heilsames Abschiedsgeschenk. Das Seelengeleit ist eine ritualisierte Weise der Abschiednahme, in der noch einmal nachgespürt werden kann, was möglicherweise noch befreiender Worte und Gesten bedarf, damit die verstorbene Person leichter gehen kann und wir sie gehen lassen können. Ein Geleit ist ein erster Schritt zur Trauerbewältigung.




Begleitete Abschiednahmen


Aufbahrung


Wo auch immer die verstorbene Person aufgebahrt wird, ist es möglich, noch einmal eine intensive Zeit mit ihr zu verbringen. Die kurze Zeit zwischen Tod und Bestattung ist einzigartig und kostbar. Die Ruhe und den Frieden der verstorbenen Person zu spüren und zu erleben, kann ein Trost sein in der Zeit der Trauer. Damit der Abschied trotz des Schmerzes über den Verlust eine für alle aufbauende Erfahrung wird, die man nicht missen möchte, helfe ich Ihnen gern dabei, eine für Sie stimmige Weise des Beisammenseins und der Abschiednahme zu finden. Auf Wunsch kann auch ein Seelengeleit durchgeführt werden.




Totenwache


Die Totenwache ist eine sehr alte Tradition, die in ländlichen Gegenden Europas teilweise bis heute noch gehalten wird. So wird sie bisweilen in Irland noch praktiziert. In der Regel findet die Totenwache zuhause statt. Sie beginnt mit Todeseintritt und dauert, bis die verstorbene Person abtransportiert wird. Der Leichnam wird gewaschen, angekleidet und aufgebahrt. Diesen letzten Dienst können Angehörige übernehmen, er kann aber auch von anderen oder mir übernommen werden. Alle können kommen - Freunde und Verwandte - und Abschied nehmen. Der oder die Verstorbene wird dabei nicht allein gelassen. Auch Mahlzeiten werden klassischerweise in Gegenwart der verstorbenen Person eingenommen. In manchen Kulturen wird sogar Alkohol getrunken und gefeiert.


Gern begleite und unterstütze ich Sie dabei, eine Totenwache zuhause zu halten und gemeinsam zu gestalten. Auch hier kann auf Wunsch ein Seelengeleit durchgeführt werden.

Seelenbegleitung